13.07.2010
„Mein Vorbild ist Ursula von der Leyen“

S T E C K B R I E F
Geboren: 4. Juli 1971 in Linz (Mutter: VHSDirektorin,
Vater: Journalist)
1996: Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaft
an der Karl-Franzens-Universität Graz
1996 – 1998: Mitarbeit beim Aufbau eines Grazer Handelsunternehmens
1998 – 2002: Referentin im Büro der damaligen
Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (Schwerpunkte:
Schulen, Europa, Soziales, Energie,
Gemeindeangelegenheiten)
2002 – 2003: Büroleiterin von Waltraud Klasnic
2003 – 2005: Landesrätin für Jugend, Frauen, Familie, Bildung und Finanzen
ab 2005: Landesrätin für Wissenschaft und Forschung, Verkehr und Technik seit Mai 2010: Leiterin der VP-Frauenbewegung in der Steiermark
Kristina Edlinger-Ploder ist Mutter eines Sohnes und einer Tochter.
Interview
Stefan Grampelhuber
Gibt es ein prägendes Erlebnis in Ihrer Kindheit, an das Sie sich noch heute erinnern?
Die unvergesslichen Erinnerungen an mein Kindsein schmecken nach Spinat und Oblatentorte. Haben Sie einen Lieblingsplatz in
Ihrer Heimatstadt Graz?
Mein Zuhause. Ich bin beschenkt
durch einen wunderbaren Blick auf die
Grazer Stadtkrone. Das wird begünstigt
durch das Bewohnen des achten Stockwerks.
Wie würden Sie sich selbst in einem Satz beschreiben?
Konsequent und geradlinig mit Hang
zur Ungeduld.
Haben Sie ein Vorbild?
Mir imponieren Menschen, die eine Sache mit Leidenschaft verfolgen. Mein aktuelles politisches Vorbild ist Ursula von der Leyen.
Was empfinden Sie als den größten Luxus in Ihrem Leben?
Einen Tag ohne Terminvorgabe, der Raum für spontane Entscheidungen lässt.
Welche Entscheidung hätten Sie gerne anders gefällt?
Keine. Mit heutigem Wissensstand
wären manche wohl anders ausgefallen,
aber etwas aus Überzeugung zu tun und
zu entscheiden, ist wichtiger, als nicht zu
entscheiden. Nicht nur in der Politik.
Gibt es etwas, wovon Sie nie genug bekommen können?
Fröhlichkeit.
Über welche Tatsache sind Sie am unglücklichsten?
Wenn sich Menschen durch meine Aussagen verletzt fühlen. Das ist nicht meine Absicht.
Was ist der größte Irrtum der meisten Österreicher?
Dass die Gelder der Öffentlichen Hand immer von den anderen bezahlt werden. In Wahrheit zahlen wir staatliche Leistungen
selbst und sollten bei Forderungen darauf achten, dass wir sie selbst auch wieder bezahlen müssen – oder unsere
Kinder.
Was hat Sie an Ihrer beruflichen Tätigkeit positiv überrascht?
Das Kennenlernen von vielen Menschen, die mir mit ihrer Lebensleistung imponieren. Und das oft im Stillen.
Und die negative Seite?
Dass es Menschen gibt, die das Bedürfnis haben, Politiker persönlich zu beleidigen, während sie ein Anliegen vortragen.
Sind Sie telefonisch immer erreichbar?
Für manche Menschen ja. Aber es ist gar nicht notwendig, für alle jederzeit erreichbar zu sein. Meiner Erfahrung nach schwindet dadurch die Qualität der Gespräche und Anliegen.
Welche persönliche Veränderung haben Sie sich schon lange vorgenommen?
Mehr Zeit für die Familie und abnehmen.
Überraschend, oder?
Welches Buch liegt auf Ihrem Nachtkästchen?
Jedenfalls immer mehr als eines. Derzeit sind es Martin Walker mit „Grand Cru“, Arno Geiger mit „Alles über Sally“ und Valdimir Zarev mit „Familienbrand“.

allesdigital.at
Der österreichische Wirtschaftsverlag gibt ab sofort das Consumermagazin für Unterhaltungs-elektronik allesdigital.at heraus und übernimmt das dazu gehörige Webportal allesdigital.at
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